Sehr geehrter Nutzer, sehr geehrte Nutzerin,
wir haben unseren Auftritt mit Techniken wie CSS barrierearm gestaltet. Leider unterstützt Ihr Browser diese Webstandards nicht komplett oder die Verwendung von Stylesheets ist ausgeschaltet.
Zur Navigation - Metanavigation überspringen |
Zum Inhalt - Navigation überspringen
Zusatznavigation
![]() |
||
Sie sind hier: Startseite > Forschung > Autonome Systeme und Roboter > Zweibeiniger autonomer Serviceroboter LISA |
||
|
Hauptnavigation |
Zweibeiniger autonomer Serviceroboter LISA
Die technische Machbarkeit der zweibeinigen Fortbewegung haben bisher schon einige Roboter demonstriert. Um die Vorteile der zweibeinigen Fortbewegung jedoch voll ausnutzen zu können, müssen noch weitaus intelligentere Regelungsverfahren zur Stabilisierung und Bahnplanung entwickelt werden. Für die Weiterentwicklung und Erprobung neuer Verfahren dient LISA als Versuchsträger. Eine Besonderheit dieser Laufmaschine ist die kugelgelenkähnliche Konstruktion der Hüftgelenke. Die beiden Beine des Roboters sind derart beweglich, dass jeder Fuß in alle drei Raumrichtungen verschiebbar und um jede Raumachse drehbar ist. Der Roboter hat vorerst keinen beweglichen Oberkörper, da zunächst Regelungsverfahren erforscht werden sollen, die nicht auf stabilisierende Pendelmassen im Oberkörper angewiesen sind. Zweibeinige Roboter sollen sich schließlich auch dann noch stabil bewegen, wenn arbeitsverrichtende Aufbauten auf dem Oberkörper nicht oder nur begrenzt zur Gleichgewichtsregelung herangezogen werden können. Durch diese Herangehensweise entstehen Verfahren, die einem zweckentsprechenden Oberkörper möglichst große Stabilitätsreservern und somit ein hohes Maß an Flexibilität liefern. Die Laufmaschine LISA ist ein autonomes System und kann kabellos betrieben werden. Die erforderlichen Mikrocontroller und Prozessoren sind zusammen mit der Leistungselektronik und der Energieversorgung (dem Akku) im Torso integriert. Technische Daten
Aufbau und TechnologieDie Antriebe von LISA bestehen jeweils aus einem Gleichstrommotor mit einem Inkrementalgeber als Winkelencoder und einem untersetzendem Harmonic Drive Getriebe. Jedes Bein besitzt zwei rotatorische Freiheitsgrade im Fußgelenk, ein Drehgelenk im Knie und eine kugelgelenkähnliche Hüfte mit drei rotatorischen Freiheitsgraden. Das Hüftgelenk ist parallelkinematisch ausgeführt (s.u.). Die Beine sind dadurch sehr leicht und schnell und erhalten dennoch annähernd die Bewegungsfreiheit eines menschlichen Beins. Der Roboter verfügt über jeweils einen Kraft-/Momentensensor in jedem Fuß. Mit diesem lassen sich die Bodenreaktionskräfte und -momente in allen drei Raumrichtungen messen, was dem Roboter insbesondere bei der Gleichgewichtsregelung nützt. Zur Gleichgewichtsregelung dient zusätzlich eine inertiale Messeinheit (kurz: IMU) auf dem Torso. Diese besteht aus mehreren Drehratensensoren (Gyroskope, Kreisel) und Beschleunigungssensoren und kann die Orientierung des Oberkörpers im Raum, relativ zum Gravitationsvektor, dreidimensional messen. Neben dem Akku befindet sich im Oberkörper auch die zur Ansteuerung der zwölf Motoren erforderliche Leistungselektronik. Die Auswertung der Winkelgeber und die Antriebsregelung erfolgt je Bein mit einem einzigen PowerPC-basierten 32-bit Mikrocontroller (MPC555, 40MHz). Zentrale Berechnungen übernimmt ein Prozessormodul im CompactPCI-Rack mit einer 1 GHz-PowerPC-CPU. Prozessor und Mikrocontroller verwenden das Echtzeitbetriebssystem RTOS-UH. Ausgehend von dem zweibeinigen Roboter BARt-UH (Stand 2003), der sich nur in eine Richtung bewegen kann wurde ein Roboter entwickelt, der die doppelte Anzahl an Freiheitsgraden besitzt und damit in der Lage ist, sowohl geradeaus, wie auch seitwärts zu gehen und auf der Stelle umzukehren. Die folgenden Abbildungen zeigen den Torso, die Knie- und Fussgelenke des Roboters LISA. Das rechte Bild zeigt noch einfache Krähenfüße ohne Kraft-/Momentensensoren.
Die Entwicklung von LISA ist eine typisch mechatronische Aufgabe. Sowohl die mechanische und die elektrische Konstruktion, wie auch die Prozessrechentechnik wurden am Institut entwickelt. Viele der am Markt vorhandenen Komponenten sind für den Bau eines autonomen Roboters ungeeignet (zu groß, zu schwer). Durch die freie Gestaltung und die gemeinsame Entwicklung der Komponenten war im Sinne der Problemstellung eine bestmögliche Ausnutzung aller Vorteile erreichbar. Parallelkinematisches Hüftgelenk
Durch die Parallelkinematik befinden sich alle Antriebe im Oberkörper. Erst das geschickte Zusammenspiel aller drei Antriebe führt zu einer gezielten Bewegung des Oberschenkels. Auf diese Weise ergibt sich für den Oberschenkel ein minimales und für den Torso ein maximales Gewicht, was für das zweibeinige Gehen eine besonders vorteilhafte Gewichtsverteilung darstellt. Durch die parallelkinematische Struktur teilen sich die am Oberschenkel angreifenden Kräfte auf die drei Antriebe auf, so dass sich teilweise eine Überlagerung der Antriebsleistung ergibt. Die Konstruktion der rotatorischen Parallelkinematik erfolgte in Anlehnung an das "Agile Eye" von Prof. Gosselin, Canada, einer Vorrichtung zur schnellen Orientierung einer Kamera um die drei Raumachsen. Gegenüber dem "Agile Eye" wurde für die Hüftgelenke eine zusätzliche Stütze eingebaut, die das Robotergewicht im Gelenk aufnehmen soll und so die bewegten Teilkörper der Parallelkinematik entlastet.
Nachteilig an vielen Parallelkinematiken ist ein höherer Modellierungsaufwand, der häufig nur numerisch erfolgen kann. Für das Hüftgelenk ist es jedoch gelungen, geschlossene analytische Ausdrücke für die inverse, wie auch für die direkte Kinematik und Kinetik des Gelenks zu bestimmen. Hierdurch ergibt sich eine vielfältige Analysemöglichkeit der Gelenkbewegung und eine effiziente Berechnung zur Laufzeit. EchtzeitsystemSimulations- und Analysesoftware
DownloadsVideos
BilderLiteraturEine vollständige und durchsuchbare Liste der Veröffentlichungen mit Abstracts und BibTeX-Einträgen ist hier zu finden. LISA ist im Wesentlichen im Rahmen der Dissertation
entstanden. Die folgende Liste enthält Publikationen, die den Roboter und/oder seine Komponenten darüber hinaus beschreiben.
|
Zusatzinformationen Aktuelles
Postdoc-Stelle als Wissenschaftliche Mitarbeiterin / Wissenschaftlicher Mitarbeiter zu besetzen
Prof. Dr.-Ing. Sami Haddadin ist neuer Professor und geschäftsführender Leiter am IRT
LinksStudierende und Studieninteressierte
Schülerinnen und Schüler |
| Letzte Änderung
01.09.2009
| Biped Team
|
||
|
Fußzeile |
||
|
|
| Impressum
| Verantwortlich
Insitut für Regelungstechnik
|
|